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Die Wächterskulpturen von Barragán und Goeritz

Mitten auf einer Art immensen Verkehrsinsel stehen sie: Die Wächter von Nord Mexiko-Stadt. Fünf Türme in den Farben gelb, weiss, blau und rot thronen auf einer Erhöhung und werden täglich von hunderten von Autos passiert. Die im Grundriss dreieckigen urbanen Skulpturen zeigen mit ihrer Spitze nach Süden in Richtung des Stadtzentrums von Mexiko-Stadt. Die starken Farben sind aus grosser Distanz erkennbar und stellen einen wichtigen Orientierungspunkt in der Region dar. Je nach Blickwinkel wechseln die zwischen dreissig und fünfzig Meter hohen Türme in ihrer Erscheinung. Mal wirken sie schmal und hoch, mal tief und breit. Aus der Nähe verstärken die ausgeprägten horizontalen Spuren der Schalungsetappen den visuellen Eindruck der Höhe.

Ursprünglich planten der Bildhauer Mathias Goeritz und der Architekt Luis Barragán sieben Türme auf dem Hügel des Periférico Norte. Eine Kürzung des Budgets zwang sie, sich auf fünf Bauwerke zu fokussieren. Eine Meinungsverschiedenheit zu der Farbigkeit der Türme führte schliesslich zu einem erbitterten Streit zwischen Barragán und Goeritz.


Satellite Town Towers Architekt: Luis Barragán in collaboration with Mathias Goeritz Jahr: 1957 Ort: Autopista a Querétaro, Mexico City


Quelle der letzten beiden Bilder: Works, Luis Barragán, 1902-1988 published by Junta de Andalucia, Sevilla 1995


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© LEARNING FROM MEXICO 2019 by Laure Nashed

 Die Beiträge von «learningfrommexico» entstehen in Zusammenarbeit mit der Schweizer Architekturzeitschrift werk, bauen + wohnen.

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